Aufbau einer eigenen Community-Plattform: Was ist zu beachten?

Community

Communities gibt es in vielen verschiedenen Ausprägungen und Formen. Communities auf Facebook oder Instagram, interne Mitarbeiter-Communities, Ideation-Communities oder Customer-Care Communities, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf externen On-Domain Communities, unternehmenseigenen Plattformen also, die sich an die Kunden eines Unternehmens richten. Viele der Fragestellungen lassen sich aber auch auf andere Arten von Communities übertragen.

Bevor eine Community aufgebaut werden kann, muss zuerst die Struktur definiert werden.

  • Warum möchte das Unternehmen eine Community aufbauen?
  • Was ist das Ziel der Plattform?

Je nach Ausrichtung und Schwerpunkt der Community können die nächsten Schritte abgeleitet werden.

Folgende Fragen muss sich das Unternehmen hierbei stellen:

  • Welche Ressourcen stehen zur Verfügung um das Konzept der Community zu erstellen, die technische Erstellung durchzuführen, die Community anschließend zu betreuen?
  • Welche Abteilungen müssen während der Konzeptphase berücksichtigt werden?
  • Welche internen Schnittstellen soll es zur Community geben? Müssen bestehende Systeme, wie zum Beispiel ein CRM oder eine bestehende Kundendatenbank an die Community angeschlossen werden?
  • Wie soll die Community technisch aufgesetzt sein? Wird die Plattform inhouse oder von einer Agentur programmiert oder soll auf bestehende Lösungen zurückgegriffen werden?
  • Soll die Community auf eine spezielle Interessensgruppe fokussiert werden?
  • Welche Inhalte sollen in der Community verfügbar sein? Nur usergenerierte Inhalte oder auch redaktionelle Inhalte des Unternehmens? Welcher Art sollen die Inhalte in der Commuity sein beziehungsweise auf welcher Art Inhalte soll der Fokus liegen? Bild, Text, Video oder einer Kombination?
  • Welche Art der Kommunikation ist gewünscht? Geht es vor allem um den Austausch Kunde zu Unternehmen oder um den Austausch User zu User oder eine Mischform?
  • Soll die Community als neuer Servicekanal aufgebaut werden, um die bisherigen Support-Kanäle zu entlasten?
  • Soll den Usern die Möglichkeit geboten werden, sich über die Produkte des Unternehmens auszutauschen? Sollen neue Ideen für Produkte generiert werden?
  • Welche Art der Interaktion ist unter den Usern gewünscht?
  • Welche Marketingmaßnahmen sollen zur Bewerbung der Community genutzt werden?

Viele Fragestellungen ergeben sich erst während der Konzeptphase je nach Ausrichtung der Plattform und sind abhängig von Unternehmen und Branche. Es ist jedoch wichtig, dass die meisten der oben genannten Fragen bereits in der Konzeptphase berücksichtig werden, um so hier alle relevanten Faktoren zu erfassen  und diese dann bei der Wahl der technischen Umsetzung zu gewichten. Eine Marketingkampagne lässt sich mit etwas Aufwand nochmal ändern, bei der technischen Umsetzung ist man mitunter auf Jahre gebunden.

Das Konzept sollte hierbei nicht nur die aktuelle Planung umfassen, sondern auch bereits Ideen und Vorstellungen für eine spätere Weiterentwicklung. Auf diese Weise kann man technische Umsetzungen und Schnittstellen bereits zu Projektbeginn mit berücksichtigen, je nach Funktion wird es sonst sehr viel mehr Aufwand, diese zu einem späteren Zeiptunkt nachträglich zu implementieren.

 

Tanja

Veröffentlicht von

www.walkaboutmedia.de

Tanja Laub berät Unternehmen und Einzelpersonen zu allen Themen der digitalen Kommunikation. Die Einrichtung von Social Media-Präsenzen und der Aufbau einer Community gehören ebenso zum Leistungsangebot wie Projektmanagement und die Erstellung von Konzepten.

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